Die Aphthe…milchig-gelbes Gebilde

Die Aphthe…Wer kennt sie nicht? Plötzlich ist die Aphthe da, es tut schrecklich weh und dann ist sie genauso plötzlich wieder weg. Wirklich gefährlich ist die Aphthe nicht aber meistens beeinträchtigt sie das Essen und man fragt sich häufig, wo sie herkommt.

Die Aphthe ist eine entzündliche Schädigung der Schleimhaut im Mundraum. Zudem kann sie auch auf den Lippen, den Mandeln und der Zunge vorkommen. In seltenen Fällen können auch mal andere Schleimhäute wie im Genitalbereich betroffen sein.

Ursachen

Die Ursachen der Aphthe sind noch nicht ganz geklärt. Als Auslöser kommen Bakterien (Streptokokken) genauso auch Viren (Adenoviren und Herpesviren Typ 1-6) in Frage. Zudem geht man davon aus, dass es eine genetische Komponente gibt, da es bei ungefähr 1/3 aller Fälle eine familiäre Häufung bei wiederkommenden Aphthen gibt.

Jedoch gibt es schon ein paar geklärte Fragen. Man ist sich sicher, dass bei einer Zöliakie das Gluten ein Auslöser für Aphthen sind. Weitere Ursachen für Aphthen sind Verletzungen der Mundschleimhaut, sehr histaminhaltige Lebensmittel, einen Nährstoffmangel an Vitamin B12, Eisen oder Folsäure und Veränderungen des Hormonhaushaltes wie bei Schwangerschaften oder nach der Menopause. Zudem kann bei wiederkehrenden Aphthen auch eine Grunderkrankung vorhanden sein. Hierzu zählen HIV, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen oder auch Morbus Behüte. Raucher haben einen Vorteil, da sie weniger von Aphthen betroffen sind. Die Ursache hierfür liegt in der Verhornung der Schleimhäute durch das Rauchern.

Formen

Die Aphthen werden in zwei Formen unterteilt. Es gibt die Minor-Form also die kleine Aphthe und die Major-Form, die größere Aphthen. Die Aphthen der Minor-Form haben einen Durchmesser von unter einen Zentimeter und dauern etwa ein bis zwei Wochen an. Dann gibt es noch die größeren Aphthen von über einen bis drei Zentimeter. Diese Aphthen brauchen mehrere Wochen bis Monate zum abheilen. Bei der Abheilung können Narben entstehen.

Dann gibt es noch die Bednar-Aphthen. Hierbei handelt es sich um eine unechte Aphthe, die den echten Aphthen aber ähneln. Diese Form kommt bei Babys in den ersten Monaten vor und betrifft meist den Gaumen. Hierzu zählen auch Sauggeschwüre durch Auswischen des Mundes, die durch kleine Verletzungen entstehen. Diese Form heilt spontan wieder ab.

Symptome

Das Schmerzempfinden bei einer Aphthe kann sehr unterschiedlich sein. Es kann sogar so schmerzhaft sein, dass die tägliche Nahrungsaufnahme und das Sprechen beeinträchtigt wird. Der Schmerzgrad der Aphthe hängt von der Stelle im Mund ab. Die Größe spielt beim Schmerzempfinden keine Rolle. Es bildet sich ein kleiner Kreis mit einem weißlichen Fibrinbelag.

Behandlung

Bei einer Aphthe werden lokal die Symptome behandelt. Der Doktor kann schmerzstillende Spray`s, Lösungen zum Gurgeln oder Salben geben. Zudem können auch Adstringentien wie Silbernitrat, Rhababerwurzelextrakt oder Myrrhentinktur gegeben werden. Diese Mittel wirken durch Eiweißfällung entzündungshemmend, blutstillend und austrocknend. So kann das abgestorbene Gewebe schneller abgestoßen werden und so die Heilung beschleunigt werden.  Naturheilkundlich werden gegen Aphthen Spülungen Kamillen- und Salbeitee eingesetzt. Zudem kann man auch noch Teebaumöl und Melissenextrakt anwenden. Studien haben gezeigt, dass man Zahnpasta ohne Natriumlaurysulfat benutzen soll, da es zu einer Reduktion der Entstehung um über 50 % bewirkt.

 

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